Literarische Quellen

Die ältesten Funde eines Fragmentes und die Erwähnungen in homerischen Texten zeigen, dass Leinenpanzer mindestens seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland bekannt waren und die Darstellungen auf Vasen deuten an, dass Ihre Nutzung im mittleren 5. Jahrhundert v. Chr. sehr verbreitet war. Aufgrund des Niedergangs der Vasenmalerei im Hellenismus nehmen die Darstellungen zwar ab, aber die übrigen Quellen zeigen, dass auch unter Alexander und seinen Nachfolgern die Kriegern noch oft mit Leinenpanzern ausgerüstet waren. Die Erwähnugen bei älteren Autoren wie Plutarch lassen darauf schließen, dass diese Form der Rüstung sogar noch in der römischen Kaiserzeit bekannt war und eventuell im Einzelfall noch verwendet wurde.

 

Trotz diese extrem langen Nutzungsdauer von 800 und vielleicht über 1000 Jahren sind die Erwähnungen in den literarischen Quellen nicht sehr zahlreich. Wir versuchen, alle Textquellen über Leinenpanzer in der nachfolgenden Liste zusammenzutragen. Über Hinweise auf weitere Quellen sind wir sehr dankbar!

M.Z.

 

In den griechischen Quellen wird der Leinenpanzer entweder mit dem Ausdruck linothorax (λινοθώρηξ) oder in zwei Wörtern als leinener Panzer (θώρηκα λίνεον) bezeichnet, wobei der Begriff thorax im Griechischen neben seiner grundsätzlichen Bedeutung (Brustkorb) jegliche Typen von Brustpanzern umfasst. 

Diesen Begriff nutzen auch einige der lateinischen Quellen, in denen der Leinenpanzer als thorace linteo Erwähnung findet. Sueton dagegen nutzt beispielsweise den lateinischen Begriff für eine Rüstung, wenn er von der lorica lintea schreibt. Stellen wie diejenige, an welcher die spanischen Truppen bei Cannae als mit Tuniken aus Leinen bekleidet beschrieben werden (s.u. Liv. 22,46,6) sind weniger eindeutig. Im Lichte der Tatsache, dass der Leinenpanzer an anderer Stelle (s.u. Strab. 3,3,6) als typisch für die im Westen der iberischen Halbinsel ansässigen Lusitaner beschrieben wird, lässt sich allerdings argumentieren, dass dieser auch an ersterer Stelle gemeint sein könnte.

 

Eine begriffliche Unschärfe wird auch in der älteren Forschung deutlich: John Pollen beschreibt zwar in seinem Werk über die Trajanssäule die uns bekannten literarischen Quellen zum linothorax, ist sich aber offensichtlich nicht bewusst, wie dieser aufgebaut gewesen sein könnte und bezeichnet mit dem Begriff der lorica lintea eine weiche Tunika, wie sie höchstens außerhalb von Kampfhandlungen oder als Polsterung unter einer Rüstung getragen wurde. (Pollen, John H.: A Description of the Trajan Column, London 1874, Fig. 3)

Eine solche Unsicherheit wird auch die antiken Autoren betroffen haben, die teilweise im Abstand von mehreren Jahrhunderten anhand mündlicher Überlieferungen oder älterer Quellen die Verwendung von Leinenpanzern rezipieren. Sofern diese nicht mit den früheren Beschreibungen von Leinenpanzern oder ihrer kriegsmäßigen Verwendung vertraut waren, lassen sich Fehlbeschreibungen einfach erklären. Auf der einen Seite sind hier etwa die Spanier bei Cannae zu nennen, die im Gefecht möglicherweise eher Leinenpanzer als Leinentuniken trugen, auf der anderen Seite dagegen ist es die Beschreibung des Pausanias (s.u. Paus. 1,21,7), welcher die Leinenpanzer als höchstens für die Jagd geeignet einschätzt. Ihr vielfach belegter Kriegseinsatz führt diese Behauptung ad absurdum, sie lässt sich aber möglicherweise dadurch erklären, dass Pausanias eine schmuckvolle, aber wenig praktische Weihgabe in einem Heiligtum (s.u. Hdt. 2,182,1) in Augenschein genommen, aber nie einen kriegstauglichen Leinenpanzer zu Gesicht bekommen hat.

Dies weist darauf hin, dass zumindest in dem Pausanias vertrauten Kern des römischen Reichs – der italischen Halbinsel, Griechenland und Kleinasien – der Linothorax im 2. Jahrhundert n. Chr. nicht mehr länger in militärischem Gebrauch war.

Trotzdem kann dem Leinenpanzer anhand der literarischen Quellen eine beachtliche Nutzungsdauer bescheinigt werden, deren Höhepunkt allerdings zwischen der archaischen und der hellenistischen Periode Griechenlands liegt. Die homerischen Epen können zwar nicht als Geschichtsschreibung eingeordnet werden, zeigen aber doch, dass in der Früharchaik des beginnenden 7. Jahrhunderts v. Chr. der Linothorax unter diesem Namen bereits bekannt war. Gerade die griechischen Historiographen des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. erwähnen den Leinenpanzer dann sowohl für Einzelpersonen wie auch für ganze Truppenteile. Angesichts des Umstands, dass beispielsweise Xenophon aktiver Teilnehmer von Feldzügen war, kann seine detaillierte Beschreibung der gegnerischen Ausrüstung wohl als verlässlich gelten (Xen. Anab. 4,7,15-16).

Die römischen Quellen der Kaiserzeit beschreiben die militärische Nutzung des Leinenpanzers lediglich noch für lusitanische Stammeskrieger am Rande des Reiches oder historisierend in Alexanderzug und zweitem punischen Krieg. Die noch vorhandenen Stücke sind anscheinend solche, die als Weihegeschenke in Tempeln dargebracht wurden. Dem kurzlebigen Kaiser Otho wird zwar im 1. Jahrhundert n. Chr. noch die Nutzung eines Leinenpanzers zugeschrieben, es wird ihm aber an gleicher Stelle noch eine Äußerung über die Nutzlosigkeit desselben in den Mund gelegt (Suet. Gal. 19,1).

M.H.

 

Altes Testament

 

facies et tunicam superumeralis totam hyacinthinam in cuius medio supra erit capitium et ora per gyrum eius textilis sicut fieri solet in extremis vestium partibus ne facile rumpatur

 

Verfertige den Efodmantel ganz aus violettem Purpur; 32 in seiner Mitte soll sich eine Öffnung für den Kopf befinden; an seiner Öffnung ringsum soll wie bei der Öffnung eines Panzerhemds ein gewebter, unzerreißbarer Rand angebracht sein.

 

Exodus 28,31f.

 

fecerunt quoque tunicam superumeralis totam hyacinthinam et capitium in superiori parte contra medium oramque per gyrum capitii textilem

 

Er machte den Efodmantel als Weberarbeit gänzlich aus violettem Purpur. 23 In seiner Mitte war die Mantelöffnung, wie die Öffnung eines Panzerhemds; die Öffnung hatte ringsum einen gewebten unzerreißbaren Rand.

 

Exodus 39,22f.

 

Archaik

 

Λοκρῶν δ᾽ ἡγεμόνευεν Ὀϊλῆος ταχὺς Αἴας

μείων, οὔ τι τόσος γε ὅσος Τελαμώνιος Αἴας

ἀλλὰ πολὺ μείων: ὀλίγος μὲν ἔην λινοθώρηξ,

ἐγχείῃ δ᾽ ἐκέκαστο Πανέλληνας καὶ Ἀχαιούς:

 

„Ajax, the fleet son of Oileus, commanded the Locrians. He was not so great, nor nearly so great, as Ajax the son of Telamon. He was a little man, and his breastplate was made of linen, 

but in use of the spear he excelled all the Hellenes and the Achaeans.“

 

Hom. Il. 2,527-530.

 

οἳ δ᾽ Ἀδρήστειάν τ᾽ εἶχον καὶ δῆμον Ἀπαισοῦ

καὶ Πιτύειαν ἔχον καὶ Τηρείης ὄρος αἰπύ,

830τῶν ἦρχ᾽ Ἄδρηστός τε καὶ Ἄμφιος λινοθώρηξ

υἷε δύω Μέροπος Περκωσίου, ὃς περὶ πάντων

ᾔδεε μαντοσύνας, οὐδὲ οὓς παῖδας ἔασκε

στείχειν ἐς πόλεμον φθισήνορα: [...]

 

„And they that held Adrasteia and the land of Apaesus, and that held Pityeia and the steep mount of Tereia, these were led by Adrastus and Araphius, with corslet of linen, sons twain of Merops of Percote, that was above all men skilled in prophesying, and would not suffer his sons to go into war, the bane of men.“

 

Hom. Il. 2,828-833.

 

Klassik

 

ἀνέθηκε δὲ καὶ ἀναθήματα ὁ Ἄμασις ἐς τὴν Ἑλλάδα, τοῦτο μὲν ἐς Κυρήνην ἄγαλμα ἐπίχρυσον Ἀθηναίης καὶ εἰκόνας ἑωυτοῦ γραφῇ εἰκασμένην, τοῦτο δὲ τῇ ἐν Λίνδῳ Ἀθηναίῃ δύο τε ἀγάλματα λίθινα καὶ θώρηκα λίνεον ἀξιοθέητον, τοῦτο δ᾽ ἐς Σάμον τῇ Ἥρῃ εἰκόνας ἑωυτοῦ διφασίας ξυλίνας, αἳ ἐν τῷ νηῷ τῷ μεγάλῳ ἱδρύατο ἔτι καὶ τὸ μέχρι ἐμεῦ, ὄπισθε τῶν θυρέων.

 

“Moreover, Amasis dedicated offerings in Hellas. He gave to Cyrene a gilt image of Athena and a painted picture of himself; to Athena of Lindos, two stone images and a marvellous linen breast-plate; and to Hera in Samos, two wooden statues of himself that were still standing in my time behind the doors in the great shrine.”

 

Hdt. 2,182,1.

 

καὶ ἔπειτα παρασκευασάμενοι ἐστρατεύοντο Λακεδαιμόνιοι ἐπὶ Σάμον, ὡς μὲν Σάμιοι λέγουσι, εὐεργεσίας ἐκτίνοντες, ὅτι σφι πρότεροι αὐτοὶ νηυσὶ ἐβοήθησαν ἐπὶ Μεσσηνίους: ὡς δὲ Λακεδαιμόνιοι λέγουσι, οὐκ οὕτω τιμωρῆσαι δεομένοισι Σαμίοισι ἐστρατεύοντο ὡς τίσασθαι βουλόμενοι τοῦ κρητῆρος τῆς ἁρπαγῆς, τὸν ἦγον Κροίσῳ, καὶ τοῦ θώρηκος, τὸν αὐτοῖσι Ἄμασις ὁ Αἰγύπτου βασιλεὺς ἔπεμψε δῶρον.

 

“The Lacedaemonians then equipped and sent an army to Samos, returning a favor, as the Samians say, because they first sent a fleet to help the Lacedaemonians against Messenia; but the Lacedaemonians say that they sent this army less to aid the Samians in their need than to avenge the robbery of the bowl which they had been carrying to Croesus and the breastplate which Amasis King of Egypt had sent them as a gift.”

 

Hdt. 3,47,1.

 

Ἀσσύριοι δὲ στρατευόμενοι περὶ μὲν τῇσι κεφαλῇσι εἶχον χάλκεά τε κράνεα καὶ πεπλεγμένα τρόπον τινὰ βάρβαρον οὐκ εὐαπήγητον, ἀσπίδας δὲ καὶ αἰχμὰς καὶ ἐγχειρίδια παραπλήσια τῇσι Αἰγυπτίῃσι εἶχον, πρὸς δὲ ῥόπαλα ξύλων τετυλωμένα σιδήρῳ, καὶ λινέους θώρηκας. οὗτοι δὲ ὑπὸ μὲν Ἑλλήνων καλέονται Σύριοι, ὑπὸ δὲ τῶν βαρβάρων Ἀσσύριοι ἐκλήθησαν. τούτων δὲ μεταξὺ Χαλδαῖοι.1Ἦρχε δὲ σφέων Ὀτάσπης ὁ Ἀρταχαίεω.

 

“The Assyrians in the army wore on their heads helmets of twisted bronze made in an outlandish fashion not easy to describe. They carried shields and spears and daggers of Egyptian fashion, and also wooden clubs studded with iron, and they wore linen breastplates. They are called by the Greeks Syrians, but the foreigners called them Assyrians. With them were the Chaldeans. Their commander was Otaspes son of Artachaees.”

 

Hdt. 7,63.

 

τῶν δὲ τριηρέων ἀριθμὸς μὲν ἐγένετο ἑπτὰ καὶ διηκόσιαι καὶ χίλιαι, παρείχοντο δὲ αὐτὰς οἵδε, Φοίνικες μὲν σὺν Σύροισι τοῖσι ἐν τῇ Παλαιστίνῃ τριηκοσίας, ὧδε ἐσκευασμένοι: περὶ μὲν τῇσι κεφαλῇσι κυνέας εἶχον ἀγχοτάτω πεποιημένας τρόπον τὸν Ἑλληνικόν, ἐνδεδυκότες δὲ θώρηκας λινέους, ἀσπίδας δὲ ἴτυς οὐκ ἐχούσας εἶχον καὶ ἀκόντια.

 

“The number of the triremes was twelve hundred and seven, and they were furnished by the following: the Phoenicians with the Syrians of Palestine furnished three hundred; for their equipment, they had on their heads helmets very close to the Greek in style; they wore linen breastplates, and carried shields without rims, and javelins.”

 

Hdt. 7,89,1.

 

ἐντεῦθεν ἐπορεύθησαν διὰ Χαλύβων σταθμοὺς ἑπτὰ παρασάγγας πεντήκοντα. οὗτοι ἦσαν ὧν διῆλθον ἀλκιμώτατοι, καὶ εἰς χεῖρας ᾖσαν. εἶχον δὲ θώρακας λινοῦς μέχρι τοῦ ἤτρου, ἀντὶ δὲ τῶν πτερύγων σπάρτα πυκνὰ ἐστραμμένα. [15] εἶχον δὲ καὶ κνημῖδας καὶ κράνη καὶ παρὰ τὴν ζώνην μαχαίριον ὅσον ξυήλην Λακωνικήν, ᾧ ἔσφαττον ὧν κρατεῖν δύναιντο, καὶ ἀποτεμόντες ἂν τὰς κεφαλὰς ἔχοντες ἐπορεύοντο, καὶ ᾖδον καὶ ἐχόρευον ὁπότε οἱ πολέμιοι αὐτοὺς ὄψεσθαι ἔμελλον. εἶχον δὲ καὶ δόρυ ὡς πεντεκαίδεκα πήχεων μίαν λόγχην ἔχον.

 

„From there they marched through the land of the Chalybians seven stages, fifty parasangs. These were the most valiant of all the peoples they passed through, and would come to hand-to-hand encounter. They had corselets of linen reaching down to the groin, with a thick fringe of plaited cords instead of flaps. [16] They had greaves also and helmets, and at the girdle a knife about as long as a Laconian dagger, with which they would slaughter whomever they might be able to vanquish; then they would cut off their heads and carry them along on their march, and they would sing and dance whenever they were likely to be seen by the enemy. They carried also a spear about five cubits long, with a point at only one end.“

 

Xen. Anab. 4,7,15-16.

 

καὶ τῷ Ἀβραδάτᾳ δὲ τὸ τετράρρυμον ἅρμα καὶ ἵππων ὀκτὼ παγκάλως ἐκεκόσμητο. ἐπεὶ δ᾽ ἔμελλε τὸν λινοῦν θώρακα, ὃς ἐπιχώριος ἦν αὐτοῖς, ἐνδύεσθαι, προσφέρει αὐτῷ ἡ Πάνθεια χρυσοῦν καὶ χρυσοῦν κράνος καὶ περιβραχιόνια καὶ ψέλια πλατέα περὶ τοὺς καρποὺς τῶν χειρῶν καὶ χιτῶνα πορφυροῦν ποδήρη στολιδωτὸν τὰ κάτω καὶ λόφον ὑακινθινοβαφῆ. ταῦτα δ᾽ ἐποιήσατο λάθρᾳ τοῦ ἀνδρὸς ἐκμετρησαμένη τὰ ἐκείνου ὅπλα.

 

„And Abradatas's chariot with its four poles and eight horses was adorned most handsomely; and when he came to put on his linen corselet, such as they used in his country, Panthea brought him one of gold, also a helmet, arm-pieces, broad bracelets for his wrists—all of gold—and a purple tunic that hung down in folds to his feet, and a helmet-plume of hyacinth dye. All these she had had made without her husband's knowledge, taking the measure for them from his armour.“

 

Xen. Cyrop. 6,4,2.

 

“To Cratinus the brother of Timotheus, and my own companion, let us present a hoplite's corslet, one of the soft kind for foot-soldiers; and to the daughters of Cebes three tunics of seven cubits, not made of the costly Amorgos stuff but of the Sicilian linen.”

 

Plat. Briefe 13,363a.

 

Späte Republik

 

idem genus loricarum novum instituit et pro sertis atque aeneis lintea dedit. quo facto expeditiores milites reddidit: nam pondere detracto, quod aeque corpus tegeret et leve esset, curavit.

 

Corn. Nep. Iph. 1,4.

 

τοὺς δ᾽ οὖν Λυσιτανούς φασιν ἐνεδρευτικοὺς ἐξερευνητικοὺς ὀξεῖς κούφους εὐεξελίκτους: ἀσπίδιον δ᾽ αὐτοὺς δίπουν ἔχειν τὴν διάμετρον, κοῖλον εἰς τὸ πρόσθεν, τελαμῶσιν ἐξηρτημένον: οὔτε γὰρ πόρπακας οὔτ᾽ ἀντιλαβὰς ἔχει ... παραξιφὶς πρὸς τούτοις ἢ κοπίς. λινοθώρακες οἱ πλείους: σπάνιοι δὲ ἁλυσιδωτοῖς χρῶνται καὶ τριλοφίαις, οἱ δ᾽ ἄλλοι νευρίνοις κράνεσιν: οἱ πεζοὶ δὲ καὶ κνημῖδας ἔχουσιν, ἀκόντια δ᾽ ἕκαστος πλείω: τινὲς δὲ καὶ δόρατι χρῶνται: ἐπιδορατίδες δὲ χάλκεαι.

 

„The Lusitanians are reported to be clever in laying ambushes, sharp, swift of foot, light, and easily disciplined as soldiers. The small shield they make use of is two feet in diameter, its outer surface concave, and suspended by leather thongs; it neither has rings nor handles. They have in addition a poignard or dagger. Their corselets are for the most part made of linen; a few have chain-coats and helmets with triple crests, but the others use helmets composed of sinews. The infantry wear greaves, each man is furnished with a number of javelins; some also use spears pointed with brass. […]“

 

Strab. 3,3,6

 

Römische Kaiserzeit

 

hoc ego cum Augustum Caesarem, templorum omnium conditorem aut restitutorem, ingressum aedem Feretri Iovis, quam vetustate dilapsam refecit, se ipsum in thorace linteo scriptum legisse audissem, prope sacrilegium ratus sum Cosso spoliorum suorum Caesarem, ipsius templi auctorem, subtrahere testem.

 

“Having heard from the lips of Augustus Caesar, the founder or renewer of all the temples, that he had entered the shrine of Jupiter Feretrius, which he repaired when it had crumbled with age, and had himself read the inscription on the linen breast-plate, I have thought it would be almost sacrilege to rob Cossus of such a witness to his spoils as Caesar, the restorer of that very temple.”

 

Liv. 4,20,7

 

Hispani linteis praetextis purpura tunicis candore miro fulgentibus constiterant.

 

„The Gauls were naked above the navel: the Spaniards stood arrayed in linen vests resplendent with surprising whiteness, and bordered with purple. The whole amount of infantry standing in battle-array was forty thousand, of cavalry ten.“

 

Liv. 22,46,6.

 

nec id maxime mirum, singula earum stamina centeno quinquageno filo constare, sicut paulo ante iulio lupo, qui in praefectura aegypti obiit. mirentur hoc ignorantes in aegypti quondam regis, quem amasim vocant, thorace in rhodiorum insula lindi in templo minervae ccclxv filis singula fila constare, quod se expertum nuperrime prodidit mucianus ter cos. parvasque iam reliquias eius superesse hac experientium iniuria.

 

“This, however, is nothing very surprising, but it really is quite wonderful that each of the cords was composed of no less than one hundred and fifty threads. Those, no doubt, will be astonished at this, who are not aware that there is preserved in the Temple of Minerva, at Lindus, in the Isle of Rhodes, the cuirass of a former king of Egypt, Amasis by name, each thread employed in the texture of which is composed of three hundred and sixty-five other threads. Mucianus, who was three times consul, informs us that he saw this curiosity very recently, though there was but little then remaining of it, in consequence of the injury it had experienced at the hands of various persons who had tried to verify the fact.”

 

Plin. nat. hist. 19,2.

 

honor ei iam et troiano bello. cur enim non et proeliis intersit ut naufragiis thoracibus lineis paucos tamen pugnasse testis est homerus. hinc fuisse et navium armamenta apud eundem interpretantur eruditiores, quoniam, cum σπαρτὰ dixit, significaverit sata.

 

“Linen, too, was highly valued as early as the Trojan war; for why else should it not have figured as much in battles as it; did in shipwrecks? Thus Homer, we find, bears witness that there were but few among the warriors of those days who fought with cuirasses on made of linen; while, as for the rigging of the ships, of which that writer speaks, it is generally supposed by the more learned among the commentators, that it was made of this material; for the word "sparta," which he employs, means nothing more than the produce of a seed.”

 

Plin. nat. hist. 19,6.

 

Inter haec Memnom ex Thracia in supplementum equitum milia, praeter eos ab Harpalo peditum VII milia adduxerat armaque XXV milibus auro et argento caelata pertulerat. Quis distributis vetera cremari iussit.

 

Meanwhile Memnon had brought from Thrace a reinforcement of 5.000 horsemen, and besides these 7.000 foot-solders from Harpalus, for 25.000 men sets of armour inlaid with gold and silver. These Alexander distributed and ordered the old ones to be burned.

 

Curt. 9,3,21

 

prius uero quam occideretur sacrificantem mane haruspex identidem monuit, caueret periculum, non longe percussores abesse. Haud multo post cognoscit teneri castra ab Othone, ac plerisque ut eodem quam primum pergeret suadentibus—posse enim auctoritate et praesentia praeualere —nihil amplius quam continere se statuit et legionariorum firmare praesidiis, qui multifariam diuerseque tendebant. loricam tamen induit linteam, quanquam haud dissimulans parum aduersus tot mucrones profuturam.

 

„The day before he was slain, as he was sacrificing in the morning, the augur warned him from time to time to be upon his guard, for that he was in danger from assassins, and that they were near at hand. Soon after, he was informed, that Otho was in possession of the pretorian camp. And though most of his friends advised him to repair thither immediately, in hopes that he might quell the tumult by his authority and presence, he resolved to do nothing more than keep close within the palace, and secure himself by guards of the legionary soldiers, who were quartered in different parts about the city. He put on a linen coat of mail, however; remarking at the same time, that it would avail him little against the points of so many swords. […]“

 

Suet. Gal. 19,1.

 

ταῦτα ἐπιστείλας Παρμενίωνι τὸ κράνος περιέθετο, τὸν δὲ ἄλλον ὁπλισμόν εὐθὺς ἀπὸ σκηνῆς [p. 322] εἶχεν, ὑπένδυμα τῶν Σικελικῶν ζωστόν, ἐπὶ δὲ τούτῳ θώρακα διπλοῦν λινοῦν ἐκ τῶν ληφθέντων ἐν Ἰσσῷ. τὸ δὲ κράνος ἦν μὲν σιδηροῦν, ἔστιλβε δὲ ὥσπερ ἄργυρος καθαρός, ἔργον Θεοφίλου, συνήρμοστο δὲ αὐτῷ περιτραχήλιον ὁμοίως σιδηροῦν,

 

„After sending this message to Parmenio, he put on his helmet, but the rest of his armour he had on as he came from his tent, namely, a vest of Sicilian make girt about him, and over this a breastplate of two-ply linen from the spoils taken at Issus. His helmet was of iron, but gleamed like polished silver, a work of Theophilus; and there was fitted to this a gorget, likewise of iron, set with precious stones.“

 

Plut. Alex. 32,5

 

οἱ δὲ θώρακες οἱ λινοῖ μαχομένοις μὲν οὐχ ὁμοίως εἰσὶ χρήσιμοι, διιᾶσι γὰρ καὶ βιαζόμενοι τὸν σίδηρον: θηρεύοντας δὲ ὠφελοῦσιν, ἐναποκλῶνται γάρ σφισι καὶ λεόντων ὀδόντες καὶ παρδάλεων. θώρακας δὲ λινοῦς ἰδεῖν ἔν τε ἄλλοις ἱεροῖς ἔστιν ἀνακειμένους καὶ ἐν Γρυνείῳ, ἔνθα Ἀπόλλωνος κάλλιστον ἄλσος δένδρων καὶ ἡμέρων καὶ ὅσα τῶν ἀκάρπων ὀσμῆς παρέχεταί τινα ἢ θέας ἡδονήν.

 

„Linen breastplates are not so useful to fighters, for they let the iron pass through, if the blow be a violent one. They aid hunters, how ever, for the teeth of lions or leopards break off in them. You may see linen breastplates dedicated in other sanctuaries, notably in that at Gryneum, where there is a most beautiful grove of Apollo, with cultivated trees, and all those which, although they bear no fruit, are pleasing to smell or look upon.“

 

Paus. 1,21,7.

 

ἐφεξῆς δὲ τῷ Σικυωνίων ἐστὶν ὁ Καρχηδονίων θησαυρός, Ποθαίου τέχνη καὶ Ἀντιφίλου τε καὶ Μεγακλέους: ἀναθήματα δὲ ἐν αὐτῷ Ζεὺς μεγέθει μέγας καὶ θώρακες λινοῖ τρεῖς ἀριθμόν, Γέλωνος δὲ ἀνάθημα καὶ Συρακοσίων Φοίνικας ἤτοι τριήρεσιν ἢ καὶ πεζῇ μάχῃ κρατησάντων.

 

„Next to the treasury of the Sicyonians is the treasury of the Carthaginians, the work of Pothaeus, Antiphilus and Megacles. In it are votive offerings—a huge image of Zeus and three linen breast-plates, dedicated by Gelo and the Syracusans after overcoming the Phoenicians in either a naval or a land battle.“

 

Paus. 6,19,7.

 

 

Weitere Quellen:

  • Plin. Nat. 19,12. (?)
  • Silius Italicus, Punica 4,223. (?)

M.H. / M.Z.