Muskelpanzer


MZ#O-001

  • Brust- und Rückenschale
  • Reiterform, an den Seiten und auf den Schultern Röhrenscharniere und Ringösen
  • In Apulien ausgegraben zusammen mit einem keltischen Helm (siehe Ausstellung RGZM Kelten)

Datierung: 4. Jh. v. Chr.

Heute: Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe.

 

Lit:

  • Hamburgisches Jahrbuch der wissenschaftlichen Anstalten 27, 1909, 636ff.
  • H. Pflug, Antike Helme. Eine Ausstellung aus Anlaß des XIII. internationalen Kongresses für Klassische Archäologie in Berlin, 1988.
  • Im Ausstellungskatalog "Kelten? Kelten!" (?)

MZ#O-002

  • Brust- und Rückenschale
  • Aus Etrurien (Sammlung Maler).
  • Brust stellenweise, Rücken großflächig ergänzt.
  • An den Seiten und auf den Schultern Röhrenscharniere. Qualität mäßig, Armausschnitte sehr klein – zu klein ??

Datierung: 4. Jh. v. Chr

Heute: Karlsruhe, Großherzogl. Vereinigte Sammlungen, Inv. Nr. 712.

 

Lit:

  • Schumacher, 1890, S. 137f.
  • Antike Bronzen der Groh. Bad. Alterthümersammlung in Karlsruhe, Neue Folge, Heft 1, Taf. 21 (= Hagemann, S, 47, Abb. 58).
  • Lindenschmitt, Altertümer heidnischer Vorzeit, I, Heft 3, Taf. 1 u. 2. = Baumeister, Denkmäler des klassischen Altertums, S. 2044, Abb. 2246f.
  • Demmin, Die Kriegswaffen (hoch 4), S. 211, Nr. 23.

MZ#O-003

  • Brust- und Rückenschale
  • Aus Italien.
  • Recht gute Qualität.
  • An den Seiten und auf den Schultern Röhrenscharniere und Ringösen.

Datierung: 4. Jh. v. Chr.

München, Antiquarium. Inv. Nr. 65, 66.

 

Lit:

  • W. Christ, Führer durch das Königliche Antiquarium zu München, S. 53.

MZ#O-004

  • Schulterklappen, sog. Sirisbronzen
  • Gefunden in den Ruinen von Grumentum bei Saponara.
  • Je mit einem Röhrenscharnier am oberen Ende.
  • Beide mit Treibarbeiten versehen und mit Ansätzen für Halterungen von Ringösen (Löwenköpfe) am unteren Ende eines Stückes.
  • Eine zugehörige Brustschale müsste Ringe oder ähnliches auf der Brust haben, um dort die Schultertragen einzuhaken. Doch bisher ist so etwas nicht gefunden.

Datierung: 4. Jh. v. Chr.

 

Lit:

  • P. O. Brönsted, Die Bronzen von Siris, Kopenhagen 1837.
  • Walters, 1899, Nr. 285 (Pl. 8).

MZ#O-008

  • Brust- und Rückenschale
  • Aus der tomba dei sette Camini bei Orvieto.
  • Spuren einstiger Vergoldung.
  • Armausschnitte verdächtig klein. Unpraktisch, aber eigentlich verwendbar.
  • Insgesamt auch sehr schmale Form – weit nach unten gezogene Ränder hinten und vorn. Funeralstück?
  • Seitlich je 2 Röhrenscharniere.

Florenz, Museo Archeologico

 

Lit:

  • Conestabile, Pitture murali a fresco e suppelletili etrusche scoperte da Domenico Golini, 1865, S. 120Ff, Taf. 12 1 u. 2
  • Arch. Anz. 1864, Nr. 183, S. 182, Anm. 41.
  • Milani, Museo topografico dell' Etruria, S. 48/49.
  • Reale Museo archeologico di Firenze I, S. 238/239, II, Taf. 92.
  • G. Dennis Cities and Cemetries of Etruria (hoch 3), S. 103.

MZ#O-026

  • Sammlung Axel Guttmann
  • Griechischer Muskelpanzer (AG 603 / R 137) 5.-3. Jh.v.
  • Brust- und Rückenschale nicht en suite an den Schultern. Seiten könnten passen. Gute plastische qualität, doch nicht sehr stark durchgebildet. An den Seiten Zierleisten mit laufender Welle und Ringösen. Auf den Schultern gleiche Bleche und Ringe. Gerader unterer Abschluss. Schulterverbinder erforderlich. Gebördelte Ränder. Keine Lochung. Erworben in Krefeld 1994.

Privatbesitz

  • HH Auktion 58, Los 178.

MZ#O-028

  • Rückenschale
  • Sammlung Axel Guttmann
  • Griechische Rüstung mit chalkidischem Helm: kurze Beinschienen und Rückenschale (R 321) 4. Jh.v.
  • Anatomischer Dekor guter Qualität. Umlaufende Lochung. Auf den Schultern und an den Seiten Ringösen.

Privatbesitz

  • HH Auktion 59, Los 351.

MZ#O-030

 

  • Griechischer Muskelpanzer (AG 615 / R 145) 4. Jh.v.
  • Brust- und Rückenschale. Hohe Qualität, stark mineralisiert. Am unteren Rand, v.a an der Brustschale stark ergänzt. Ränder gebördelt und mit Lochung. An den Seiten und auf den Schultern Lochung für Scharniere und Ringösen, 2 Ösen erhalten. Brust nach unten stark nach außen reichend – Reiterpanzer?

Privatbesitz

  • HH Auktion 59, Los 357.

MZ#O-031

  • Rücken eines griechischen Muskelpanzers (AG 323 / R 47 b) 4. Jh.v.
  • Stark reliefierter Muskeldekor höchster Qualität. Stark korrodiert / mineralisiert. Ränder gebördelt. An der rechten Seiten 2 Scharniere.
  • Einzelschale, stark korrodiert (mineralisiert). Hervorragende plastische Qualität. Ränder unterschiedlich stark gebördelt. Rechte Seite 2 aufgenietete Scharniere, auf linker Schulter ebenso eines. Rest nichts.
  • Erworben in Freiburg 1988.

Privatbesitz

  • HH Auktion 59, Los 358
  • HH Auktion 60, Los 2152

MZ#O-033

  • Muskelpanzer W9 (Cahn 1989) – Inv. Nr. Kä 223. Sammlung R. Käpperli.
  • H: 46cm, B: 30,2cm, Md:1,1-1,7mm
  • Nur 1 Ring auf Schulter, 1 Nietloch an l. Seite erhalten. Aufgenietete Brustwarzen mit kleinen 'Wärzchen' darum.
  • Ursprünglich angegebener Fundort (Hoopes / Lo Porto): aus einem Grabinventar, das 1942 beim Straßenbau bei Metapont gefunden wurde – widerlegt. Ende der 40er über schweizer Privatsammler in amerikanischen Privatbesitz gekommen usw.
  • Aus jenem Grab bei Metapont stammen Panzerfragmente, die nicht mit diesem Panzer zu tun haben. Sie sind, zusammen mit Helm und Schild, ins Museum von St. Louis, Missouri, gelangt.
  • Panzer unten eng und nicht den späteren Reiterpanzern entsprechend – also eher an einen Sitzenden angepasst.

Die Italiker Apuliens gaben im 6. und 5. Jh reiche Beigaben mit – vllt. auch dieser Panzer?

FO angeblich Metapont. Um 450 v. Chr.

 

Lit:

  • Schefold 1960, 57 Abb 215.
  • E. Kunze, in: 8. Olympiabericht (1967) 163. 183.
  • Berger 1963, B 1.
  • K. Stemmer, ... , 132. 400.
  • Guzzo 1981, Typ II, 6.
  • G. Lo Porto, Una Tomba Metapontina e l'Elmo di Saint Louis nel Missouri, in: AttiMGrecia 18-20, 1977-79, 183
  • Zimmermann 1982, 139 Anm. 102.

MZ#O-036

Panzer-Brustschale

  • Muskelpanzer W 24b (Cahn 1989)
  • aus Fundgruppe, zusammen mit: Helm, Rossstirn, Keramik
  • L: 39cm, B: 24,5cm (an den Armausschnitten) 29,5-31,3cm (Seiten), Dm 15,3cm (Hausausschnitt) 18/19cm Armausschnitte l./r., Md: 1mm.
  • Aus Einzelteilen zusammengesetzt. Eingelegte Brustwarzen. Alle Verschlüses bis auf einen Ösenring auf linker Schulter zerstört. Auf der rechten Seite fehlen die ursprünglichen Scharniere und ein sekundäres Blechband mit Volutenverzierung ist aufgesetzt. Keine Schulterscharniere.
  • An den Seiten einst je 2 Röhrenscharniere mit Bolzen. In den Ringösen waren Kettchen, die zusätzlich den Panzer auch bei geöffneten Scharnieren tragbar machen sollten [das halte ich für Quatsch – die Ketten in situ, siehe das alte Exemplar aus der münchner Antikensammlung]
  • Das Zierblech wurde aufgesetzt bei einem antiken Umbau, bei dem auch die Scharniere entfernt wurden [d.h. er wurde weniger brauchbar ? Wohl nicht mehr für den aktiven Einsatz gedacht?]
  • In der rechten Seiten ist ein Blech eingesetzt worden, das oben und unten an den Schmalseiten umgebogen ist und so auf der rechten Seite über beide Panzerhälften geschoben werden konnte und so den Panzer flexibler machte – bei zunehmender Körperfülle oder Trägerwechsel konnte man die Größe durch die Bleche und Kettchen anpassen [? ist das so gedacht? Macht das den Panzer noch kampftauglich?]

Rückenschale:

  • L: 45cm (Halsausschnitt - unterer Rand); B: 34-38,4cm (an den Seiten); Dm 15,5cm (Halsausschnitt), 23/18,3cm (Armausschnitt l./r.); Md 1mm
  • Aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Schulterringe und Seitenscharniere verloren.
  • Die langen anatomischen Muskelpanzer ohne Schulterklappen sind oft gefunden [wo?].
  • Bisher wurde in ganz Unteritalien keine toreutische Werkstatt für Panzer archäologisch festgestellt.
  • 30 lange anatomische Panzer aus UI sind bekannt, 3 im Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig [alle 3 hier im Katalog aufgenommen]. Sie lassen sich aufgrund der technischen Eigenheiten in 3 Gruppen aufteilen. W23b gehört du den Panzern, deren untere Ränder einfach nach außen gebogen sind und deren schmale Schulteranschlüsse ohne Scharniere auskommen.
  • Die Tiefe und Breite dieser Panzer nimmt zu – es sind eindeutig Reiterpanzer, da sie den Infanteristen zu sehr behindern würden.
  • Terrakotten aus Canosa zeigen solche Panzer – dies war zugleich der Hauptfundort solcher Panzer.
  • In der jüngsten Gruppe werden Scharniere nur noch von innen angenietet, die Ränder mit einem umwickelten Eisendraht verstärkt, die Armausschnitte vergrößert und der Halsausschnitt zu einer regelrechten Halskrause hochgezogen.
  • Solche Panzer wurden oft mit reicher apulisch-rotfig. Keramik zwischen 340-320 v. Chr. in teilweise monumentalen, aus dem weichen Felsen gehauenen Gräbern reicher Feudalherren der Küstenebene Apuliens beigegeben.

 

FO unbekannt, wohl Umgebung von Canosa, Apulien

Um 330 v. Chr. (wohl nach Keramik als t.a.q.)


MZ#O-037

  • Muskelpanzer W 24c (Cahn 1989) aus Fundgruppe mit: Helm, Beinschienen, Kleinkram, 2 Gürtel, Strigilis, Pferdestirn

 

Panzer-Brustschale:

  • L: 41,5cm (Halsausschnitt – unterer Rand); B: 23,8cm (an den Armausschnitten), 34,5cm (an den Seiten); Dm 14,3cm (Halsausschnitt), 16,6 / 17cm (Armausschnitte l./r.); Md 1 – 1,5mm; Gew: 1170g.
  • Langer anatomischer Panzer aus Apulien, Gruppe mit Schulterscharnieren.
  • Ursprünglich 2 Scharniere je links und rechts und auf den Schultern, später auf der rechten Seite entfernt und Zierleiste mit Ranken darüber gelötet. Ein eingeschobenes Blech mit umgebogenen Schmalseiten machte die rechte Seite des Panzers flexibler – der Panzer konnte wachsender Körperfülle oder einem anderen Träger angepasst werden [allerdings nur bedingt, da nur eine Seite flexibel war!]
  • An der linken Seite beide Scharniere, an der Rechten Zierleiste über entfernten Scharnieren, aber beide Ösenringe erhalten. [An Brustschale nicht mehr erhalten! - Entfernt? - Ohne diese Ringe wäre eine feste Verbindung zwischen Brust - und Rückenschale unmöglich – kampftauglichkeit??]
  • Auf den Schultern sind noch Ösenringe erhalten.

Rückenschale:

  • L: 55cm (Halsausschnitt-unterer Rand); B: 34,7 / 35,2cm (Seiten oben/unten); Dm: 11,5cm (Halsausschnitt) 17/17,3cm (Armausschnitt l./r.); Md: 1,5mm; Gew. 2193G
  • Typologie des Panzers: vgl. W23b
  • Zuverlässige Quellen (meinen), der Panzer sei zusammen mit 2 Volutenkrateren, einer Lutrophore und einer Lekanis, alle vom Baltimoremaler, gefunden worden. Produkte dieses Malers wurden im Umfeld von Arpi, Canosa (!) und Ruvo gefunden, in der Küstenebene Apuliens.

FO unbekannt, wohl Umgebung von Canosa, Apulien.

Um 330 v. Chr.


MZ#O-038

  • Muskelpanzer W 25 (Cahn 1989) 

Brustschale:

  • L: 41,8cm (Halsausschnitt – unterer Rand); B: 34,5cm (an den Armausschnitten) 36cm (ann den Seiten); Dm 12,8cm (Halsausschnitt) 16,6 / 16,6cm (Armausschnitte); Md 1 – 1,5mm; Gew: 3850g (Brust und Rücken zusammen)
  • In den Scharnieren der Schultern noch originale Stifte. Davor je 1 Ösenring. An den Seiten ebenfalls je 2 Scharniere und 2 Ösenringe – alle erhalten.

Rückenschale:

  • L: 52,7cm (Halsausschnitt – unterer Rand); Dm. 18Cm (Halsausschnitt) 16,6 / 16,8cm (Armausschnitt l./r.); Md  0,1 – 0,2mm [stimmt das wirklich?]
  • Panzer entspricht beinahe W 24c – siehe dort auch wegen Typologie

Vgl. Panzer. Siehe Lit zu W24c


MZ#O-042

  • Muskelpanzer W 41 (Cahn 1989)

Brustschale:

  • H: 34,5cm (Bauch-Halsausschnitt) 38cm (Bauch-Schulter) 18/17,5cm (Seiten); Dm: 17cm (Hals); B: 31,2cm (unten) 34,4cm (oben); Md: 0,9-1,8mm; Gew: 832,2g
  • Etruskischer anatomischer Panzer mit Schulter-Metallriemen. Brustwarzen aufgenietet.
  • An den Seiten vllt ursprünglich Scharnierpaare – nur noch Nietlöcher erhalten. Späteantik wurden 2 Eisenhaken an die Seite genietet und der Saum mit 'laufendem Hund' verziert.
  • Lochreihen an den Armausschnitten und am unteren Rand. An den Schultern ist der eiserne Saum noch erhalten.
  • Zwischen Brust und Rücken waren Bleche eingearbeitet, die auf den Schultern mittels Schlangenhaken befestigt waren und so dem Träger größere Bewegungsfreiheit ermöglichten.

Rückenschale

  • H: 42,1cm; B: 30,2cm (unten) 34cm (oben); 10,3cm (Nackenschutz); Md 0,7-1,3mm; Gew: 1097,5g.
  • Oberfläche innen mit Polyesther verstärkt (daher schwerer). Eiserner Randsaum in Resten erhalten.
  • Dieser Panzer bildet mit eine singulären weiteren Panzer aus Lavinium in Latium (?) einen eigenen etruskischen Mischtyp, indem er mehrere Eigenschaften etruskischer und lukanischer Panzer vereint:
  • Lukanische Panzer: die Muskulatur ist nur bis zum Nabel wiedergegeben. Der untere Rand wird gerade abgeschlossen. Unterleid wohl durch breiten Gürtel geschützt. Mittels Kettchen oder Zwischenplatten verbunden. Manche mit Schlangenhaken auf den Schultern verziert. Er wird, aufgrund der Fundkonzentration als 'anatomischer Panzer Lukaniens' bezeichnet. Vermutlich sind es Nachfolger des einfachen Plattenpanzers – hellenisierte Versionen dieses Typs aus dem 4. Jh.v.

FO Vulci. 2. Hälfte 4. Jh.v. 


MZ#O-045

 

 

  • Griechische Rüstung: Helm, Muskelpanzer (AG 613 / R 143) 4. Jh.v.
  • Brust- und Rückenschale vom "ausgeprägten Typ", allerdings nur leicht mit gewölbten Muskeln verziert und von durchschnittlicher Qualität. An den Seiten beider Schalen Röhrenscharniere und davor Ringösen. Auf den Schultern (Brust und Rücken passen zusammen) auf jedem Ende ein Ring und zumindest auf der Brustplatte auf je 2 Löcher in den Ecken. Brustwarzen eingelegt. Seitenpartien der Brust aufgebogen. Ränder (außer unterer Rand) gebördelt (keine Lochung). Unterer Rand der Brustplatte in der Mitte stark nach unten gewölbt – allerdings wenig qualitätvoll. 

HH Auktion 56, Los 052

HH Auktion 60, Los 2146

 


MZ#O-047

  • Rücken eines Muskelpanzers mit griechischer Inschrift (AG 375) 1. Hälfte 4. Jh.v.
  • Rückenschale eines Muskelpanzers vom "ausgeprägten Typ", an den Rändern stark fragmentiert. Teils unregelmäßig im Schulterbereich mit Lochungen versehen. In der Mitte größeres Loch. Verziert mit 2 antithetischen Köpfen mit phrygischen Helmen, darunter einer Weihinschrift. Außerordentliches Stück – sehr verdächtig! Gekauft bei Sotheby's London, 23. Mai 1991, Los 78.

Lit:

  • J.-L. Zimmermann, La Fin de Falerii Veteres – Un témoigne archéologique, J.P. Getty Museum Journal, 1986, S. 40, Nr. 26.
  • H. Born, Restaurierung antiker Bronzewaffen – Sammlung Axel Guttmann Bd. 2, Mainz 1993, S. 66f., Abb. 30.

 

HH Auktion 56, Los 054


MZ#O-049

 

  • Griechische Rüstung 7.-5. Jh v. - Korinth.
  • Helm, Beinschienen, Muskelpanzer - Brustplatte (AG 468):
  • Panzerschale und Beinschienen auf 5. Jh.v datiert, Helm auf 7. Jh.v (kommt hin). Brustschale vom „ausgeprägten Typ“, wulstartig gebördelte Ränder, auf Schultern und an den Seiten nur Ringösen (!). Aufgesetzte Brustwarzen. Gute Qualität. Erworben in Genf 1993.

HH Auktion 54, Los 314

 

Lit:

  • H. Müller / R. Wirtgen [Hrsg.], Geharnischte Zeiten – 2000 Jahre Körperschutz des Soldaten vom antiken Muskelpanzer zur kugelsicheren Weste. Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (Koblenz 1995), S. 150/151.

MZ#O-050

  • Muskelpanzer – Brustplatte (Sammlung AG: R 139). 5 Jh.v.
  • Dezent mit Muskeln versehene Brustplatte, gerade gebogen. Brustwarzen eingelötet. Auf Schultern und an den Seiten Röhrenscharniere (auf Schultern 2 Röhren & 3 Lücken; an den Seiten 3 Röhren, 2 Lücken). Gebördelte Ränder, leicht gewölbter unterer Rand. Platte wohl in einem Heiligtum angenagelt – 2 Löcher von Nägeln in den Schultern – links noch der Nagel drin. Seltenes Weihestück (?).

HH Auktion 54, Los 327

Vgl dazu: Christie's London, Auktion 28.4.2004, Los 92.


MZ#O-052

  • Griechischer Muskelpanzer (AG 265/R 5a,b). 4. Jh.v.
  • Brust- und Rückenplatte. Stark korrodiert und rekonstuiert. Ausgeprägte Form, gute plastische Qualität. An den Seiten auf der Rückenschale aufgenietete geschmückte Leiste (mit Wellenmuster) mir Röhrenscharnieren (auf der linken Seite). Auf den Schultern je ein Loch, vorn links noch Ringöse darin. Bei Zusammenführung beider Schalen passen vermutlich die Schultern nicht zusammen – es ist Platz dazwischen. Nach unten gewölbter Saum an Brust und Rücken. Fehlende Brustwarzen. Gebördete Ränder. Erworben in Freiburg 1988.

HH Auktion 54, Los 329


MZ#O-058

  • Etruskisch-Griechische Rüstungen: Helm, Beinschienen, Brust- und Rückenschale (AG 323 a,b / R 77) 4./3. Jh.v.
  • Panzer vom "ausgeprägten Typ" mit hochqualitativer Muskelangabe. An den Seiten und den Schultern Röhrenscharniere. Zumindest auf der Vorderseite dazu auch noch Ringösen bei den scharnieren. Eingesetzte (?) Brustwarzen. Stark gebördelte Ränder. Armausschnitte etwas kleiner als halbe Höhe des Panzers.

HH Auktion 54, Los 350


MZ#O-061

  • Griechischer Muskelpanzer (AG 614 / R 144 a,b) mit langen Beinschienen, 5./4. Jh.v.
  • Brust- und Rückenschale vollständig. Stark korrodiert, aber von hervorragender plastischer Qualität. Brust mit eingesetzten Brustwarzen. Beide Schalen an den Seiten mit je 2 Röhrenscharnieren und vorgesetzten Ringösen, auf den Schultern ebenfalls aufgesetzte Scharniere und Ringösen. Unterer Rand der Rückenschale leicht nach unten gewölbt, der Brust stärker. Alle Ränder gebördelt. Erworben in Krefeld 1993. 

HH Auktion 60, Los 2149


MZ#O-063

  • Brustplatte eines Griechischen Muskelpanzers (keine Inv.-Nr.) 4. Jh.v.
  • Einzelschale. Bauchregion gut gearbeitet, Brust weniger qualitätvoll. Oberpartie eigenartig nach hinten gebogen. Brustwarzen eingesetzt. An den Seiten je 2 Ringösen mit Splinten befestigt, auf den Schultern ebenso. Unterer Rand mäßig gewölbt, alle Ränder gebördelt.

HH Auktion 60, Los 2151

 


MZ#O-069

  • Brustpanzer, Platte und Rücken
  • The British Museum, London, Accession no. GR 1873.8-20.223
  • Standort: Obergeschoss, Raum 73: “The Greeks in Southern Italy”

aus Süd-Italien, aus Ruvo, um 350/300 v. Chr.


MZ#O-071

  • gefunden mit Helm zusammen. Grabausstattung eines Kriegers aus Conversano/Apulien. Prächtige Grabausstattung, die 1958 in Conversano bei Bari gefunden wurde – neben Rüstung, Beinschienen und Helm auch Terrakotten, Keramik und anderes als Beigaben.
  • Panzer: 2 dünn getriebene Schalen. An der linken Seite durch ein langes Scharnier mit Wellenschnitt verbunden und somit aufzuklappen. Auf der rechten Seite 2 kleine Scharniere.

Datierung: Spätes 4. Jh.v.

 

Lit:

  • H. Pflug, Antike Helme. Eine Ausstellung aus Anlaß des XIII. internationalen Kongresses für Klassische Archäologie in Berlin, 1988.

MZ#O-072

  • Datierung unklar - Altes Museum, Berlin - Inventarnummer Fr. 1023
  • Ausgestellt zusammen mit bronzenen Prunkhelm und dünner runder bronzener Schildblechplatte.

 


MZ#O-073


MZ#O-074

  • Greek bronze panoply with muscle cuirass from Southern Italy, 340–330 BC.
  • Rijksmuseum van Oudheden, Leiden

MZ#O-077

  • Brustplatte
  • Reiterpanzer, weil Hüften weiter ausgearbeitet 
  • In Grab bei Neapel gefunden

Süditalien um 350-300 v. Chr.

British Museum, London, Inv. Nr. GR 1842.7-28.712


MZ#O-079

  • Bronzepanzer
  • Aus Ruvo

Griechisch-italisch, 4. Jh. v. Chr.

British Museum, London


MZ#O-080

Museum Diokletianthermen, Rom


MZ#O-081

  • Brust- und Rückenplatte
  • Aus Kriegergrab 

Griechisch-Apulisch, 4. Jh. v. Chr.

Metropolitan Museum, New York, Inv. Nr. 1992.180.3


MZ#O-082

  • Bronzepanzer, Brust und Rücken
  • Aus Kriegergrab

Griechisch, 5. Jh. v. Chr. 

Metropolitan Museum, New York, Inv. Nr. L. 1995.58


MZ#O-083

  • Bronzepanzer, Brust und Rücken

Etruskisch, 5. oder 4. Jh. v. Chr.

Metropolitan Museum, New York, Rogers Fund, 1916 (16.173)


Neue Nummer

  • Einziges überliefertes Tropaion der griechischen Antike
  • 4. Jh. v. Chr.
  • Antikensammlung München

Lit:

  • R. Graells, Sieger für die Ewigkeit. Das einzige erhaltene italische Tropaion im Visier der Forschung (4. Jahrhundert v. Chr.), in. H. Baitinger, M. Schoenfelder (Hrsg.), Hallstatt und Italien, Festschrift für Markus Egg, Monographien des RGZM, Band 154, Mainz 2019, 523-537.